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Bereiche der Stadt-Verwaltung: Unterschied zwischen den Versionen

Aus WeihnachtsRechnungen
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Version vom 19. Februar 2026, 10:52 Uhr

L
Ankenwaage Verkauf von Butter - und vermutlich auch andern Milchprodukten, soweit sie im 15. Jahrhundert bereits bekannt waren und konsumiert wurden. L
Bäckerei Abgabe für die Brotbank
Bau Tätigkeit des Baumeisters, Bauabrechnungen L
Burgrecht Abgaben für Erwerb oder Erneuerung des Burgrechts
Einiger Eine Art Friedensrichter mit Polizei-Funktionen.
Vor allem die Möglichkeit Bussen auszusprechen, machte das Amt für die Stadt und den Amtsträger auch finanziell interessant.
L
Finanzen Finanzen-Transaktionen ohne eigentliche Zins-Einnahmen. L
Fischerei Abgabe für Fischerei-Rechte
Grundsteuer Unter dem Titel "Von den Jucharten" erscheint 1434 zum ersten Mal eine Liste von 50 recht uniformen Einträgen mit relativ kleinen Beträgen von meist 6,10 oder 18 Plappart. Dies deutet auf eine Steuer, die sich am Grundbesitz - allenfalls am Vermögen - orientiert.
Jucharte ist ein altes Feldmass, wird im Idiotikon definiert und im Urkundenbuch Zug ab 1357 häufig verwendet.
Kanzlei Auswendungen und Ausgaben im Zusammenhang mit der Administration L
Markt Buchungen im Zusammenhang mit dem Markt L
Metzgerei Abgaben für die Metzgerei
Nachlass des Pfarrers Dieser Bereich hat nichts direkt mit der Stadtrechnung zu tun, musste aber offensichtlich festgehalten werden - im damals einzig existierenden Buch der "Stadt-Verwaltung", resp. der Verwaltung der Bürgergemeinde.
Pacht Die Abgrenzung zwischen Pacht und Lehen oder Zins ist nicht immer ganz einfach.
Politik Verhandlungen / Tage mit Eidgenossen und Fremden oder Reisen, Besuche
Standen Marktstände - vermutlich nicht ein heutiger "MarktStand". Standen hiessen die grossen Getreide-Bottiche aus denen das Getreide für den Detail-Verkauf (im Kornhaus) geschöpft wurde. "Standen" bedeutet gemäss Idiotikon Marktstand oder Fass, "Gelte", grosses Gefäss
... (und als 3. Bedeutung "dickes, schwerfälliges Weibsbild" :-)
L
Strassenbau 1433 wurde eine der 3 Gassen Zugs mit Steinen ("Bsetzi-Stei") befestigt. In der Rechnung erscheint dies unter dem Titel "ze besetzen".
Umgeld Eine Art Umsatz-Steuer - meist nur auf Wein L
Vogtei Abteilung über alle Vogteien. Beachte den Ort L
Vogtei Cham
Wohltätigkeit Spenden z.B. "Dis ist geben vom gots wills"
Zins Zins-Einnahmen - einzeln oder zusammengefasst.Ein Meier ist ein Verwalter, ein Zins-Meier also der Verwalter der Zinsen, der dafür zuständig war, dass (am 11.11.) alle Zinsen bezahlt werden. L
Zoll am Tor Bei der Einfuhr von Waren in die Stadt wurde ein Zoll erhoben am Tor unter dem heute noch existierenden Stadtturm - deshalb auch "Zoll unter dem Tor". L
Zoll Sust Waren auf dem Weg nach Luzern oder über den Gotthard nach Milano mussten im 15. Jahrhundert mangels leistungsfähiger Strassen wo immer möglich auf dem Wasser transportiert werden. Das sicherte der Stadt Zug auf jeden Fall Lager-Gebühren in der Durchgangs-"Halle" Sust, in der alle Waren gelagert werdem mussten. Wie weit auch für Waren auf dem Transit Einfuhr- und Ausfuhr-Zoll erhoben wurde ist nicht eindeutig klar. L

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